Automatische Tischzuweisung: So stellst du dein System für die maximale Auslastung ein
Die Tischplanung am Freitagabend gleicht oft einer Partie Tetris. Eine Gruppe von vier Personen hier, ein Pärchen dort, und dazwischen entstehen Lücken, die zu klein für neue Gäste sind. Wer hier manuell plant oder sich auf einfache Verteilungsmechanismen verlässt, verliert bares Geld.
Viele Gastronomen fragen sich, wie genau die automatische Tischzuweisung funktioniert. Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass ein gutes System die Gäste einfach reihum auf die Stationen verteilt (das sogenannte „Round Robin“-Verfahren), damit jeder Kellner gleich viel zu tun hat. Doch für die wirtschaftliche Auslastung deines Betriebs ist das oft der falsche Weg.
Teburio verfolgt einen anderen Ansatz: Kapazitätsoptimierung (Best Fit). In diesem Beitrag erklären wir dir, warum das für deinen Umsatz besser ist und an welchen Stellschrauben du drehen musst, um dein Restaurant bis auf den letzten Platz effizient zu füllen.
Das Problem mit „Round Robin“ vs. „Best Fit“
Um zu verstehen, wie du dein System einstellst, musst du die Logik dahinter verstehen.
Warum „Reihum“ (Round Robin) Umsatz kostet
Beim Round-Robin-Verfahren würde das System stur versuchen, jedem Kellner abwechselnd einen Tisch zuzuweisen.
- Szenario: Kellner A hat eine leere Station mit 4er-Tischen. Kellner B hat eine Station mit 2er-Tischen.
- Der Fehler: Kommt ein Pärchen (2 Personen), würde Round Robin sie vielleicht an den 4er-Tisch von Kellner A setzen, nur weil er „dran“ ist.
- Das Ergebnis: Du verlierst 2 Plätze Kapazität an diesem Tisch. Kommt später eine 4er-Gruppe, hast du keinen Platz mehr für sie.
Der Teburio-Weg: Die intelligente Kapazitätssteuerung
Teburio priorisiert nicht die Laufwege, sondern den Umsatz pro Stuhl. Das System sucht nach dem „Best Fit“ – also dem Tisch, der am besten zur Gruppengröße und zur aktuellen Belegung passt. Das Ziel ist es, „Lücken“ im Zeitplan und im Raumplan zu minimieren. Ein 2er-Tisch wird bevorzugt an 2 Personen vergeben, auch wenn der Nachbartisch (ein 4er) frei wäre. So hältst du dir die großen Tische für die umsatzstarken Gruppen frei.
Die Basis-Konfiguration: Tischkombinationen definieren
Damit die Automatik ihre Magie entfalten kann, muss sie wissen, was in deinem Restaurant physisch möglich ist. Flexibilität ist der Schlüssel zur Vollauslastung.
Tische virtuell zusammenschieben
Oft hast du viele 2er-Tische, aber Anfragen für 4er- oder 6er-Gruppen. Wenn du diese Kombinationen nicht im System hinterlegst, wird die Automatik die großen Gruppen abweisen, obwohl du sie eigentlich platzieren könntest.
So gehst du vor:
- Gehe in die Einstellungen unter „Tischkombinationen“.
- Definiere logische Verbindungen: „Tisch 1 (2 Pers.) + Tisch 2 (2 Pers.) = Tischkombination A (4 Pers.)“.
- Der Effekt: Sucht nun eine Gruppe von 4 Personen online nach einem Platz, erkennt Teburio automatisch, dass diese beiden kleinen Tische frei sind, und blockt sie als einen großen Tisch. Du musst keine Tische mehr manuell schieben.
Prioritäten setzen: Welcher Tisch wird zuerst belegt?
Nicht alle Tische sind gleich beliebt oder gleich effizient zu bedienen. Du kannst dem System beibringen, welche Bereiche zuerst gefüllt werden sollen.
Die „Füll-Reihenfolge“
Teburio lernt zwar anhand deiner Nutzung, welche Tische du bevorzugst („Kennt deinen Betrieb“), aber du kannst auch strategisch eingreifen.
- Zentralisierung: Es macht oft Sinn, erst den Hauptraum zu füllen, bevor der Nebenraum geöffnet wird. Das spart Personal und sorgt für Atmosphäre.
- Fensterplätze: Wenn du möchtest, dass das Restaurant von außen voll aussieht, sollten Tische an den Fenstern priorisiert vergeben werden.
In den Einstellungen findest du unter „Vergabereihenfolge“ die Möglichkeit, Prioritäten festzulegen.
Zeit-Slots und Puffer optimieren
Die beste Tischzuweisung bringt nichts, wenn die zeitliche Taktung nicht stimmt. Eine maximale Auslastung erreichst du nur durch Doppelbelegung an starken Abenden.
Aufenthaltsdauer pro Personenzahl
Im Bereich Einstellungen -> Reservierungen kannst du definieren, wie lange ein Tisch standardmäßig blockiert wird.
- Tipp: Differenziere hier fein. 2 Personen brauchen vielleicht nur 90 Minuten, 6 Personen aber 2,5 Stunden.
- Je präziser diese Zeitfenster sind, desto eher findet die Automatik eine Lücke für die nächste Reservierung am selben Tisch.
Der Turnover-Puffer
Stelle sicher, dass zwischen den Reservierungen ein realistischer Puffer zum Abräumen und Neu-Eindecken hinterlegt ist. Wenn dieser Puffer zu groß ist, verschenkst du Zeit. Ist er zu klein, entsteht Chaos. Bei Teburio kannst du einen generellen Puffer von 15 Minuten zwischen den Reservierungen einstellen.
Manuelles Eingreifen: Wann du die Automatik übersteuerst
Teburio nimmt dir 90% der Arbeit ab, indem es Reservierungen logisch platziert. Doch es gibt Situationen, in denen der Mensch (Du) schlauer ist als die Maschine.
- Stammgäste: Wenn du weißt, dass Herr Müller immer Tisch 5 will, kannst du diese Zuordnung fixieren („Tisch fest vergeben“).
- Strategische Lückenfüller: Manchmal entstehen durch Stornierungen Lücken. Nutze die Funktion „Tisch wechseln oder tauschen“. Teburio schlägt dir hier Alternativen vor. Manchmal lohnt es sich, eine Reservierung manuell um 15 Minuten zu schieben (nach Rücksprache mit dem Gast), um einen Tisch für eine weitere Belegung freizubekommen.
Das Ergebnis kontrollieren: Die Reservierungsansichten
Woher weißt du, ob deine Einstellungen für Tischkombinationen und Slots in der Praxis funktionieren? Teburio zeigt dir im Dashboard und in den verschiedenen Reservierungsansichten (Tischplan oder Liste) in Echtzeit, welche Plätze belegt, durch Kombinationen geblockt oder für Folgereservierungen reserviert sind.
Nutze diese Übersicht als Check für deine Effizienz: Ist dein Restaurant laut System „voll“, aber du siehst im Laden noch viele freie Stühle? Dann sind deine Zeitfenster vermutlich zu lang oder wichtige Tischkombinationen im Backend nicht hinterlegt. Diese Ansichten helfen dir dabei, solche Lücken zu identifizieren und deine Einstellungen gezielt nachzujustieren.
Vertraue dem Algorithmus für mehr Umsatz
Die automatische Tischzuweisung von Teburio ist kein Zufallsgenerator und keine „Gerechtigkeits-Maschine“ für Kellner. Sie ist ein Umsatz-Optimierer. Sie puzzelt deine Reservierungen so zusammen, dass möglichst wenig Leerstand entsteht und Tische entsprechend ihrer optimalen Personenzahl belegt werden.
Wer sich von der alten Denkweise des „Round Robin“ löst und sein System mit korrekten Tischkombinationen und Zeitfenstern füttert, wird belohnt: Mit einem Restaurant, das nicht nur voll aussieht, sondern auch wirtschaftlich voll ausgelastet ist.
Überprüfe: Hast du alle möglichen Tischkombinationen (z. B. 2er zu 4er) im System hinterlegt? Das ist der einfachste Hebel für mehr Online-Reservierungen am Wochenende!










